Themen L-N
L*a*b-Farbraum
Der L*a*b-Farbraum wurde 1976 von der Commission Internationale d'Eclairage
(CIE) verbessert und zur internationalen Norm in der Farbmessung erklärt
(man kann der Einfachheit halber auch die "*" weglassen). Lab-Farben
sind "Geräteunabhängig", das bedeut die Farben sind
eindeutig und auf allen Geräten nachvollziehbar, egal ob Scanner, Bildschirm
oder Drucker (s.a. Farbumfang). Die Lab-Farben bestehen aus drei Komponenten:
dem Luminanzteil, der die Helligkeit angibt, der a-Komponente (das sind
die Farben grün bis rot) und der b-Komponente (blau bis gelb).
Lackierung
Lackierung kann in der Druckmaschine erfolgen, sie schützt das Druckerzeugnis
vor mechanischem Abrieb und sorgt für eine höhere Brillanz.
Laminieren
Beim Laminieren wird die Drucksache mit Vorder- und Rückseite
in eine Folie eingeschweißt, die die gleichen Eigenschaften wie bei
der Kaschierung (s.a.) besitzen kann.
Laser-Cut
Neues Verfahren um sehr feine Formen aus dem Bedruckstoff zu
brennen, ähnlich dem Stanzen (s.a.), nur um das Vielfache feiner.
Laufrichtung
Laufrichtung, ist die Richtung in der das Papier durch die Papiermaschine
läuft. Die Laufrichtung beim Papier/Karton zu kennen ist wichtig, da
Papier sich durch Feuchtigkeit ausdehnt und zwar immer quer zur Laufrichtung
(Grafik),
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Biegeprobe
Zwei Papierstreifen mit verschiedener Laufrichtung biegen sich unterschiedlich
stark. |
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Feuchtigkeitsprobe
Ein angefeuchtetes Blatt Papier wölbt sich in die Maschinenrichtung |
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Nagelprobe
Ein Blatt Papier, an dessen Kanten man mit den Fingernägeln entlangfährt,
kräuselt sich an der Dehnrichtungsseite |
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Reißprobe
Beim Einreißen eines Blattes Papier, entsteht in der Dehnrichtung
ein gezackter Riß. |
dieses verhalten kann beim Drucken zu Schwierigkeiten mit der Paßgenauigkeit
der einzelnen Druckgänge führen. Desweiteren läßt sich
Papier besser in Laufrichtung verarbeiten. Die Laufrichtung wird auch als
Maschinenrichtung bezeichnet. Papierbögen werden je nach Laufrichtung
als Schmalbahn (Laufrichtung parallel zur langen Seite) oder Breitbahn (Laufrichtung
parallel zur kurzen Seite) unterschieden. Bei der Papierbogen-Bestellungen
wird die Laufrichtung entweder durch ein M (=Maschinenrichtung) oder durch
eine Unterstreichung der Dehnrichtung kenntlich gemacht, z.B. 35 cm x 50
cm M oder 35 cm x 50 cm.

Laufweite
Die Laufweite gibt an, wie weit der Abstand zwischen den einzelnen Buchstaben
ist, als Richtlinie gilt zwischen den Buchstaben sollte so viel Raum sein,
wie der Aufstrich beim kleinen "i" der jeweiligen Schrift ist.
Und je geringer die Schriftgröße ist, desto Größer
sollte die Laufweite sein. 
Layout
Grafischer Anordnungsplan einer Drucksache. Im Layout sollten
Seitenformat, Satzspiegel(s.a.), Stand der Textelemente, Stand der Grafiken
und Fotos und farbliche Gestaltung enthalten sein. Bei wiederkehrenden Publikationen
sollte auch ein Gestaltungsraster (s.a.) ersichtlich sein, nachdem man sich
richten sollte.
Leim
Leim bei der Papierherstellung. In die Papiermasse wird Leim zugesetzt,
um die Papierfaser zu verbinden und um die Oberfläche des Papiers beschreibbar
zu machen.
Lichtechtheit
Lichtechtheit von Druckfarben wird in der Wollskala gekennzeichnet, die
in Belichtungstests ermittelt werden:
1=sehr gering 2=gering 3=mäßig
4=ziemlich gut 5=gut 6=sehr gut 7=vorzüglich 8=hervorragend
In der Praxis bedeutet das: z.B. Stufe 3=im Sommer 4-8 Tage; im Winter 2-4 Wochen Stufe
6=im Sommer 6-8 Wochen; im Winter 5-6 Monate Stufe 8=im Sommer über 18 Monate.
Line- und Lith-Film
Für die Reproduktion von Vorlagen können
im grafischen Bereich keine Graustufen in Filmen gebraucht werden. Ein reprotauglicher
Film darf nach der Belichtung nur zwei Farben aufweisen: Schwarz und Weiß
(bzw. Transparent). Lith-Film arbeitet mit einer sehr viel steileren Graditation
(s.a.) als Line-Film, in ihm sind garantiert keine anderen Tonwerte mehr
enthalten, leider ist er auch um einiges teurer und schwieriger in der Verarbeitung
als Line-Film, so daß meistens Line-Film verwendet wird.
Litho
Litho = Bezeichnung für ein fertig gerastertes Bild
Logo
Firmenzeichen, wenn das Firmenzeichen aus einem charakteristischem
Schriftzug besteht, spricht man von Typo-Logo
Manuskript
(lat. manus=Hand, scriptum=Geschriebenes) enthält den
Text für das Druckprodukt.
Maschinenklassen
Bogenoffset-Druckmaschinen werden in Maschinenklassen
eingeteilt, die sich nach der Papiergröße, die von ihnen maximal
bedruckt werden kann, unterschieden.
Klasse 0 = 500 mm x 700 mm Kl. I =
560 mm x 830 mm Kl. II = 610 mm x 860 mm Kl. III = 640 mm x 965 mm Kl.
III b = 720 mm x 1020 mm Kl. IV = 780 mm x 1120 mm Kl. V = 890 mm x 1260
mm Kl. VI = 1000 mm x 1400 mm Kl. VII = 1100 mm x 1600 mm Kl. X = 1400
mm x 2000 mm
Nuten
Nuten bedeut, daß ein Papierspan aus dem Druckbogen herausgenommen
wird um ihn leichter falzbar zu machen. Wird so gut wie nie gemacht, oft
irrtümliche Bezeichnung für Rillen (s.a)
Nutzen
Wenn von einer Drucksache mehrere gleichzeitig auf dem Druckbogen
angeordnet werden, spricht man von Nutzen. Hierbei ist zu beachten, daß
sich der Vorteil von eingesparter Druckzeit nicht durch eine verlängerte
Weiterverarbeitung aufhebt. Z.B. könnte man eine Auflage von 250 Visitenkarten
mit 21 Nutzen auf einem A3-Bogen drucken, d.h. es würden nur 12 Bögen
Karton benötigt. Die Zeit aber, die zum Schneiden benötigt wird,
ist um ein vielfaches höher. So wäre es in dem Beispiel günstiger
mit 2 oder 4 Nutzen zu drucken. Am besten fährt man, wenn man die Druckerei
fragt, wieviel Nutzen erforderlich sind.
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