Themen A-B
Additives Farbmodell
Additives Farbmodell bezieht sich auf die additiven Primärfarben
R=rot, G=grün und B=blau (RGB), die zusammen die "Lichtfarbe"
Weiß ergeben. Die additiven Sekundärfarben (Farben, die durch
Mischen von zwei Primärfarben entstehen) sind Cyan, Magenta und Gelb.
RGB ist das Farbsystem, das für Bildschirme, Dia's und Projektionen
verwendet wird
.
Akzidenzdruck
(s. Geschäftsdrucksachen)
Andruck/Probedruck
Andruck/Probedruck dient zur Kontrolle vor dem eigentlichen Druck, wird
heute meistens durch das Proof ersetzt worden. Andrucke werden auf speziellen Andruckpressen hergestellt, die schneller Umzustellen sind als Druckmaschinen, aber nicht an die Geschwindigkeit von Druckmaschinen herankommen.
Vorteil gegenüber dem Proof ist, daß auf dem endgültigen
Bedruckstoff gedruckt werden kann und daß auch Sonderfarben gedruckt
werden können. Nachteil: es ist teurer als ein Proof.
Auflagendruck
Auflagendruck die Herstellung von Drucksachen; im Unterschied zum Andruck
können (sollten aber nicht) sich Farbveränderungen ergeben, da
sich z.B. die Farbe bei längerer Laufzeit der Druckmaschine verändert.
Aufsichts-Vorlagen
Aufsichts-Vorlagen sind nicht transparent, also undurchsichtig wie Fotopapier
usw.
Ausschießen
Mehrseitige Drucksachen werden so gut wie nie in einzelnen Seiten gedruckt, sondern in sinnvollen Zusammenstellungen
zu z.B. 4, 8, 16, oder 32 Seiten, je nach Druckbogen. Das Anordnen der Seiten (das Ausschießen) erfolgt nach bestimmten Regeln und sind abhängig von dem Endprodukt (s. Falzschema). Das Ausschießen kann manuell, mit Filmen oder Papierausdrucken, in der Montage, oder automatisch bei der Filmbelichtung erfolgen.
Belichten
Bei der Belichtung werden Informationen übertragen, z.B. beim Fotografieren ein realer Gegenstand auf Film oder Daten aus dem Computer auf den Film des Laserbelichters oder bei der Druckformenherstellung (s.a.) geschwärzte Teile des Films auf die Druckplatte.
Bildschirmfarben
(s. Additives Farbmodell)
Bildverarbeitung
Kaum ein Bild, das heute gescannt (s.a. Scanner) wird, kommt ohne den Schritt der Bildverarbeitung auf den Film, meistens werden die Farben für den Druck optimiert. Des weiteren kommen häufig
in der Werbung sehr komplexe Retuschen vor, so daß z.B. der Central-Park
in New York plötzlich die Form einer Wodkar-Flasche hat oder das ein
Industrie-Produkt mit "Abnutzungserscheinungen" wieder in neuem
Glanz erscheint. Früher wurden solche Arbeiten manuell und großenteils mit dem Airbrush ausgeführt.
Bit-Tiefe
Die Bit-Tiefe gibt an, wieviel verschiedene Farben ein Bild enthält,
z.B.
1bit = Strichvorlage = nur schwarz und weiß
8bit = Halbtonvorlagen S/W = 256 verschieden Töne oder
24bit = RGB (s.a. additives Farbmodell)
= 16,7 Millionen Farbtöne im Bildschirm.
Die heute verwendeten Grafikformate haben meistens eine Bit-Tiefe von 32 bit (4-Farb-Scann / 4 Kanäle, je Kanal 8bit) haben, einig Scanner (s.a.) könne mehr Farben erkennen z.B. 10bit pro Kanal, hier können beim Einscannen sowohl dunkler Bereich unterschieden werden, wie auch bestimmte Vorgaben gewählt werden, um das Bild zu beeinflussen.
Bleisatz
Bleisatz ist das älteste Setzverfahren. Das Grundprinzip wurde im
Jahre 1440 von Johannes Gutenberg entwickelt, es beruht darauf, daß
einzelne Buchstaben (Drucktypen) zusammen gesetzt werden zu einer Zeile
und die wiederum zu Kolummnen und Seiten. Die Drucktypen bestehen zum größten Teil aus Blei und wurden von Schriftgießereien hergestellt. Im Ausklingenden 19. Jahrhundert kam der "Maschinelle Bleisatz" auf, hier wurden keine Drucktypen mehr gesetzt, sondern Matritzen (Gußformen), die
wenn die Zeile komplett war mit Blei ausgegossen wurde. Aus dieser Zeit
stammen Firmen, die heute noch viele Schriftlizenzen inne haben: wie Monotype,
Linotype oder Berthold. Der Bleisatz spielt heute keine Bedeutung mehr,
aber viele Regeln und Begriffe kommen von ihm, wie Schriftklassifizierungen,
das Typographische Maßsystem, Setzkasten usw. (s.a. Typographische
Maßsystem, Hochdruck, Schriftfamilie)
Blindprägung
In den Bedruckstoff wird eine Vertiefung durch eine
Buchdruckpresse (s.a. Hochdruck) eingedrückt. Verwendung bei repräsentativen Drucksachen, wie z.B. Briefbogen des Firmenvorstands (s.a. Heißprägung)
Blitzer
Wenn zwischen anstoßenden Farbflächen das Papier sichtbar
ist. Diese Blitzer lassen sich nicht immer vermeiden, da Papier organisch
ist und sich im Druck ausdehnt (s.a. Laufrichtung). Um die Gefahr von Biltzern
zu verringern, kann man Flächen Überdrucken (s.a.) oder Über- bzw. Unterfüllen. (s.a.)
Briefumschlag
Briefumschlag Ist dazu da, Drucksachen unbeschädigt zu transportieren,
bei einer Mailing-Aktion ist er der erste Kontakt mit dem Kunden. Die Größe der Briefumschläge ist nach der DIN-Formatreihe C (s.a.) geregelt, in ihnen können die Formate der A Reihe verschickt werden. Eine Ausnahme machen der DIN-lang-Umschlag, in ihn paßt ein DIN-A4 Blatt zweifach gefalzt hinein. Umschläge sollten in ihrem Material der Drucksache angepaßt sein. Es gibt sie mit einem Zellophan oder Folienfenster, mit Innendruck (damit man nicht durchschauen kann) oder Seidenpapierfutter.
Broschüren
(Herstellungsverfahren, Lumbacken, Rückenstichheftung,
kommt nach)
Buchdruck
(s. Hochdruck)
Bund
Hiermit ist nicht die Kurzbezeichnung der Bundeswehr gemeint, sondern
die Mitte von zwei Seiten die sich gegenüber stehen.
Büttenpapier
Büttenpapier wurde ursprünglich von Hand mit einem Sieb aus
der "Bütte" (dem Gefäß, indem die nasse Papiermasse
ist) geschöpft. Merkmal für Büttenpapier ist, daß der
Rand dünner und fasserig ist. Heute wird Büttenpapier auch industriell
hergestellt, oft wird der Rand durch schneiden oder quetschen fasserig gemacht.
Butze
Butze oder auch "Poppel" genannt; ein Fleck im Druck durch
z.B. Papierstaub verursacht, der meistens erst auffällt wenn alles
fertig gedruck ist.
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